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PCOS & Ich



*** Diese Seite wird überarbeitet und aktualisiert! Über das Thema PCO wird auch derzeit von mir ein Buch verfasst mit allen wichtigen neuen Erkenntnissen und mehr! ***







Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS)
ist eine sehr stark verbreitete Frauenkrankheit, eine sogenannte Hormon- und Stoffwechselerkrankung, in der die Hormone im Körper falsch funktionieren oder gar zu viele männliche Hormone im weiblichen Körper Überhand nehmen.

Einige der wichtigsten Merkmale dieses Syndroms sind:
- Der Anstieg der Androgene (männliche Hormone),
- Chronisches Ausbleiben des Eisprungs führt zu Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation,
- Das charakteristische Erscheinungsbild der Eierstöcke mit vielen kleinen Follikel,
- Starke Akne.
Frauen mit PCOS sind in den meisten Fällen auch fettleibig, was mit einer Störung der Insulinresistenz (Hormon, von der Bauchspeicheldrüse, die Zellen, die für die Verwendung von Zuckern entstehen) einhergehen, Dyslipidämie und Akkumulation von Adipositas. In den meisten PCOS ist ein hoher Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes mellitus.
Viele Frauen mit PCOS leiden unter Unfruchtbarkeit.

Da zu PCOS eine Vielzahl von Symptomen gehören, können die Ärzte verschiedene Medikamente verschreiben, um die Probleme zu lösen. So zum Beispiel wird am häufigsten Metformin verschrieben.

Zu dieser Krankheit gehört auch entweder der zu starke Haarwuchs (Bart, etc) oder der Haarausfall.

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Nun, warum erzähle ich das hier so offen, und dazu noch auf meiner eigenen Homepage? - Ich möchte mich nicht vor dieser Krankheit verstecken oder mich gar dafür schämen. Es ist eine Krankheit. Punkt. Sollte man sich auch schämen, wenn man Krebs hat? Nein, das wäre falsch.

Da diese Krankheit sehr stark unter den Frauen dieser Welt verbreitet ist, was nicht viele wissen, nehme ich an, dass sich viele Frauen schämen oder erst gar kein Sprachrohr für andere Betroffene sein können.
Deswegen möchte ich hier und jetzt den Anfang machen und meine Erkrankung, das PCO-Syndrom, öffentlich machen.

Denn wenn zu wenig darüber geredet wird, wird kaum geforscht. Da allerdings inzwischen sehr viele Frauen entweder komplett oder nur teilweise von dieser Krankheit betroffen sind, möchte ich endlich darauf aufmerksam machen und sagen: Es muss mehr geforscht werden, um uns betroffenen Frauen helfen zu können!

Diese Krankheit geht wegen dem zu starken oder fehlenden Haarwuchs (also dann der Bart im Gesicht einer Frau!), der Diabetes, der Akne, dem Bluthochdruck etc etc sehr an die Seele, es ist eine unglaubliche Belastung nicht richtig Frau sein zu können und man Merkmale der Pubertät in und an sich trägt. Sein Lebenlang. Und natürlich ist es eine körperliche Belastung, man ist ständig gereizt und aggressiv und launisch. Kommt man jemals aus der Pubertät raus? - Nein. Bei dieser Krankheit leider niemals.

Demnach ist meine Bitte: Mehr Forschung für das PCO-Syndrom!!!


Ich werde hier von Zeit zu Zeit einige Dinge aufschreiben, wie ich mit dieser Krankheit zurecht komme, welche Medikamente ich nehme, in welcher Menge undundund, um etwaige Betroffene mit entsprechenden und hilfreichen Tipps zu helfen, denn ich weiß, diese Krankheit ist schlimmer als viele denken.


Dieser Krankheit beinhaltet bei mir folgende andere Erkrankungen:

- Bluthochdruck
- Schwindel
- Herz-Rhythmus-Störungen
- Migräne
- sehr schwere Schilddrüsenunterfunktion
- Akne
- Vermännlichung (Bartwuchs)
- unregelmäßige Zyklen
- Diabetes mellitus
- Adipositas


Offenbar scheine ich keine Eierstockzysten zu haben (zum Zeitpunkt des Ultraschalls!), aber das heißt leider nicht, dass ich nie welche hatte und nie welche bekommen kann. Sie können wachsen, zerplatzen und neu entstehen ... bei mir ist es nie so ganz sicher ob ich also welche habe oder nicht.
Es wird wohl schwierig werden irgendwann einmal schwanger zu werden, aber Frauen, die Metformin einnehmen, haben zumindest eine Chance ... es könnte doch noch möglich sein hiermit

Da ich den Diabetes mellitus (Typ 2) inzwischen durch bessere Ernährung, viel Sport und Gewichtsreduktion besiegt habe, brauche ich nun kein Metformin mehr einnehmen, nehme aber weiterhin morgens meine Schilddrüsentablette (75 Mikrogramm) eine halbe Stunde vor dem Frühstück auf nüchternem Magen.

Ich versuche mich gesund zu ernähren und Sport zu treiben. Wenn man als fettleibiger Menschen, der an Bartwuchs leidet, einige wenige Kilos abnimmt, verbessern sich generell die Beschwerden des PCOS und der Bartwuchs - so heißt es, hab ich bisher nicht viel von gemerkt.

Mein bester Tipp für eine Ernährung bei PCOS ist, sich nach den Hormonen zu ernähren. Bei einem Hormonchaos gar nicht so einfach. Aber ich mache folgende Diät nach Dr. med. Detlef Pape´s  "Schlank im Schlaf"-Prinzip und zwar viel Eiweiß:

- morgens: Ganz viel Kohlenhydrate (dann 5 Stunden Pause! Sonst zu viel Insulin im Blut!)
- mittags: Eiweiß (dann 5 Stunden Pause!)
- nachmittags nur im Notfall Eiweiß, wenn es geht überhaupt nichts und nur Wasser trinken oder Ähnliches!
- abends: Eiweiß


Soweit ich weiß, nehmen Frauen mit PCO anders ab als gewöhnliche Frauen, d.h. wenn sie zu viel Kohlenhydrate zu sich nehmen, wandelt der Körper dies fälschlicherweise in Fett um. Sehr fatal! Wenn diese Frauen jedoch viel Eiweiß zu sich nehmen (obwohl hier auch gesagt werden muss, dass zu viel Eiweiß im Körper auch sehr fatal ist, v.a. in Verbindung mit Metformin, da kann es zu einer Laktazidose - Magenübersäuerung und Koma - kommen), wird dieses Eiweiß im Körper zur Fettverbrennung verbraucht und wird ganz besonders dann, wenn man es abends isst - Eiweiß pur! - über Nacht wirksam, da dann ein bestimmtes Hormon ausgeschüttet wird im Schlaf, was demnach zum Effekt des "Schlank im Schlaf" führt.
Ohnehin ist Eiweiß bei dieser Krankheit immer am besten, da es sehr gut bei der Fettverbrennung hilft und auch gesünder ist hierbei und beim Hormonchaos das generelle Befinden verbessert.
Mir hilft diese Ernährungsweise sehr und ich fühle mich besser und auch schlanker. Geht auch ohne Sport zu machen, aber natürlich ist dies immer besser und vor allem bei dieser Krankheit sehr vonnöten =)

Gegen Bartwuchs: Ich habe mich informiert, dass wohl das ehemalige Vitamin B-Präparat "Inositol" (vor allem in Verbindung mit Folsäure und Magnesium) sehr gut für Diabetiker geeignet ist und generell den zu hohen Cholesterin-Spiegel senkt, ebenso die Leberfette und auch sehr beim Abnehmen hilft bzw für eine schnellere Fettverbrennung sorgt. Dieses Präparat (ein ganz normales Vitamin, gibt es in jeder Apotheke) wird besonders in der PCO-Therapie eingesetzt oder aber auch Mönchspfeffer.


Generell muss ich hier anfügen, dass, wenn man Bartwuchs hat, man entweder Probleme mit der Leber hat oder aber einen zu hohen Prolaktinspiegel, der wohl dem Hypothalamus falsche Informationen bezüglich Ausschüttung der Hormone gibt. Deshalb: bitte beim Arztbesuch danach fragen und es bei einem Bluttest testen lassen. Man kann es eigentlich normal mit Mönchspfeffer dann gut in den Griff kriegen.

Außerdem sollte man bei der Einnahme von Metformin auf eine Ausreichende Zuführung von Folsäure achten, denn die Einnahme senkt den Folsäure-Haushalt im Körper, der wiederum den Homocysteinwert ansteigen lässt, was sehr fatal ist, da dieser Schlaganfälle und Herzinfarkte auslösen kann. Hierzu gibt es verschiedene Präparate im Drogeriemarkt zB "Folsäure + Metafolin" von taxofit.


Zum Austausch mit anderen Betroffenen oder bei Fragen usw stehe ich gerne unter melanieschmidtofficial@web.de oder melanieschmidtofficial@post.com zur Verfügung.




Alles Gute,
Eure Mel ^^






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