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Seelenkampf (Kurzversion)


O mein süßes Herz! Wie lange willst du mich noch quälen?

Wie lange soll das Feuer mein Herz noch verzehren, es verbrennen?

Wann wird es vollends verbrannt sein und zum Aschehaufen zerfallen?

O du süße Passion, nicht mehr lange und ich verbrenne,

wann wirst du mich retten vor den heißen Flammen der Verzweiflung?
O Himmel, wie lange noch?

Für dich, o süßer Geliebter, stehe ich diesen Kampf durch,

gehe ich durch die langen Pfade der Hölle, durchstreife dunkle Wege des Schmerzes

und besiege alle fiesen Dämonen auf dem Weg zu dir,

um am Ende auf dem Siegesberg zu stehen und im strahlenden Sonnenlichte

dein achso geliebtes süßes Antlitz zu schauen.

Mein Geist wird triumphieren und jubeln und mein Mund wird Gott, den Herrn preisen und ehren,

dass ich mit dem Liebsten auf diesen Erden zusammen sein und ihn spüren darf.

Ach mein honigsüßer Liebster, warte auf mich,

zähle die Stunden in denen ich bei dir sein werde, wenn ich ersteinmal den Sieg errungen …

solange, mein Herz, vergiss mein nicht, denn sonst ist der Kampf verloren.

Umsonst die Hölle durchquert, umsonst die Dämonen besiegt.

Der Kampf der Liebe beginnt.

Und möge ich darin umkommen, so sei gewiss,

dass ich bis zum letzten Atemzuge nur dein Wohl verlangte.

Wenn mein letzter Atemzuge getan sein wird, so lagen Worte der Liebe zu dir auf meinen Lippen,

bis mich die eiskalten Hände des Todes in die andere Welt umschlangen und davontrugen.

Mein Nachruf für die Welt wird sein:

Ein Mädchen mit des Herzens voll an Liebe,

dessen Geliebter fort von ihr, sie davon trug der eiskalte Tod,

sein steinernes Herz so schwer wie Peitschenhiebe …




(Foto: Brentano-Gesellschaft)
Im Gedichtband 2014 der Brentano-Gesellschaft abgedruckt.

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